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Die Glanzstoff-Gruppe mit ihren drei Produktionsstandorten in Tschechien, Italien und Luxemburg, sowie einem weltweit tätigen
Vetriebsnetz, ist führend in der Produktion und Verarbeitung von hochwertigsten Viskosefilamentgarnen. Viskose ist ein naturnahes
Produkt dem der nachwachsende Rohstoff Holz zugrunde liegt.
In den Konvertierbetrieben werden weiters auch andere Fasern wie Polyester, Nylon und Aramide mit modernster Technologie
verarbeitet.
Durch die vertikale Integration unserer Produktionsschritte und der Vielzahl der Ausrüstungsmöglichkeiten unserer Garne/Gewebe,
sind wir ein wichtiger Systemlieferant und verlässlicher Partner für unsere Kunden.

GLANZSTOFF BEENDET PRODUKTION IN ST. PÖLTEN
• Viskosegarnproduktion in St. Pölten wird Ende 2008
beendet
• Behördliche Auflagen technisch-wirtschaftlich nicht
umsetzbar
• Standort St. Pölten bleibt als Holdingsitz der Glanzstoff-Gruppe
erhalten
• Sozialverträgliche Lösungen angestrebt
• Bestehende Lieferverträge werden erfüllt
St. Pölten, 18. Juli 2008. Die Glanzstoff-Gruppe,
einer der weltweit führenden Produzenten von Viskosegarn, beendet
aufgrund der zukünftigen technisch-wirtschaftlich nicht umsetzbaren
Behördenvorgaben mit Jahresende 2008 die Produktion im Werk
St. Pölten. Der Standort bleibt als Holdingsitz der international
tätigen Glanzstoff-Gruppe erhalten. Dies wurde am Freitag bei
einem Pressegespräch in St. Pölten von den Glanzstoff
Geschäftsführern Helmut Stalf und Dieter Kirchknopf bekanntgegeben.
Die Entscheidung erfolgte nach sorgfältiger Prüfung aller
technischen und wirtschaftlichen Alternativen. Die von den Behörden
ab Ende 2009 vorgegebenen weiter reduzierten Emissionswerte können
so technisch-wirtschaftlich nicht erreicht werden. Eine Berufung
seitens der Glanzstoff wurde vom Unabhängigen Verwaltungssenat
(UVS) abgewiesen. Unabhängig davon würde ein Weiterbetrieb
des St. Pöltener Werks, welches nach einem Brand in der Abluftanlage
zu Beginn des Jahres aus Emissionsgründen derzeit nur mit rund
40 % der Kapazitäten produzieren darf, die wirtschaftliche
Stabilität der gesamten Glanzstoff-Gruppe gefährden.
Das Glanzstoff-Management hat gemeinsam mit dem Eigentümer
in den letzten Monaten intensiv um den Erhalt des Werks St. Pölten
gekämpft und in vielen Gesprächen mit unzähligen
Vorschlägen und Anträgen nach alternativen Lösungen
gesucht. Diese Vorschläge, die den raschen Neubau einer leistungsfähigen
biologischen Abluftreinigungsanlage beinhalteten, wurden von den
Behörden abgelehnt.
Sozial verträgliche Lösungen
Betriebsrat, Belegschaft sowie das Arbeitsmarktservice wurden Freitag
Vormittag von dem Schritt informiert. Vom Auslaufen der Produktion
sind rund 290 Arbeitsplätze betroffen. Glanzstoff ist sich
seiner sozialen Verantwortung bewusst und wird sich um sozialverträgliche
Lösungen bemühen.
Rund 10 Arbeitsplätze bleiben in der Glanzstoff-Holding am
Standort St. Pölten erhalten. Glanzstoff wird seine bestehenden
Lieferverträge erfüllen, zumal bis Ende 2008 produziert
wird und Restlagerbestände abgebaut werden können.
Für die Nachnutzung freiwerdender Flächen gibt es noch
keine Entscheidung. Um eine bestmögliche Nutzung sicherzustellen,
strebt Glanzstoff an, gemeinsam mit der Stadt St. Pölten einen
Ideenwettbewerb ins Leben zu rufen.
Behördliche Auflagen wirtschaftlich nicht umsetzbar
Die Entscheidung, die Produktion in St. Pölten auslaufen zu
lassen, erfolgt vor dem Hintergrund der von den Behörden vorgeschriebenen
Auflagen. Obwohl die Abluftsituation in den vergangenen Jahren durch
umfangreiche Investitionen und technische Maßnahmen entscheidend
verbessert werden konnte, ist Glanzstoff Austria gezwungen, bis
zum 23. Dezember 2009 die Emissionen von Schwefelkohlenstoff von
100 kg/h auf 22 kg/h und von Schwefelwasserstoff von derzeit 10
kg/h auf 3,5 kg/h zu senken. Der UVS-Bescheid hat diese Werte am
2. Juli des Jahres bestätigt. Dazu kommt, dass für die
vorgelegten Pläne zur Neuerrichtung der beim Brand zu Jahresbeginn
zerstörten Abluftanlage ein aufwendiges und möglicherweise
mehrere Jahre dauerndes Genehmigungsverfahren (IPPC) mit ungewissem
Ausgang vorgeschrieben wird. Damit ist voraussehbar, dass die aus
wirtschaftlicher Sicht unabdingbare rasche Vollauslastung am Standort
St. Pölten auf absehbare Zeit nicht möglich ist.
Rückfragenhinweis:
Glanzstoff Austria GmbH
Mag. Dieter Kirchknopf / Dr. Helmut Stalf
A-3100 St. Pölten, Herzogenburger Straße 69
Tel: +43 2742-331-300
E-Mail: kirchknopf@glanzstoff.com |
Hochegger|Financials
Mag. Matthias Glantschnig
Tel: +43 /1/ 504 69 87-49
E-Mail: m.glantschnig@hochegger.com |
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